הַחִטִּים וְהַזּוּנִין אֵינָן כִּלְאַיִם זֶה בָזֶה. הַשְּׂעֹרִים וְשִׁבֹּלֶת שׁוּעָל, הַכֻּסְּמִין וְהַשִּׁיפוֹן, הַפּוֹל וְהַסַּפִּיר, הַפֻּרְקְדָן וְהַטֹּפֵחַ, וּפוֹל הַלָּבָן וְהַשְּׁעוּעִים, אֵינָם כִּלְאַיִם זֶה בָזֶה: Der Weizen und der Lolch1 הזונין. Nach רמב״ם ist es eine Art Weizen, welche sich, wenn sie ausgesäet ist, in der Erde sowohl in ihrem Aussehen als auch in ihrer Natur verändert und gleichsam wie eine זונה vom graden richtigen Wege abweicht, daher der Name זונין.— Nach Löw in dem Werke »aram. Pflanzennamen« S. 182 ist es der Lolch Syr. ܙܝܙܠܐ Arab. سيلم, Gr. συλέμ . Weizen artet in Lolch aus und wird dann von Menschen nicht gegessen, dient aber als Taubenfutter.— Es kann auch ζιζάνιον Lolch, Trespe genannt (melampyrum), sein; der Samen ist den Weizenkörnern ähnlich.sind nicht כלאים zu einander2 כלאים findet nur statt bei zwei Arten, die von einander unterschieden sind, durch Namen, Aussehen oder Geschmack.; Gerste und Hafer3 שבולת שועל Fuchsähre, wegen der Ähnlichkeit mit einem Fuchsschwanze., der Spelt4 כוסמין Spelt oder Spelz auch Dinkel, triticum spelta. In Süddeutschland und der Schweiz aber auch in Palästina vielfach kultiviert und wie der Weizen benutzt, liefert ein feineres Mehl, macht aber mehr Mühe, weil die Körner erst von den Spelzen befreit werden müssen.und Roggen5 שיפון = Roggen, Korn = secale cereale. Das wichtigste Nahrungsmittel besonders in den mehr nördlichen Zonen.die Bohne und die Kichererbse,6 והספיר. Nach Bartenora = Kichererbse. Auch cicer arietinum L. Gemeine oder bocksamige Kicher. Im Orient häufig als Nahrungsmittel angebaut. Nach Bochart soll es αἰγὶλωψ = Geisauge, eine Art Hafer sein. Maimonides übersetzt ספיר mit ماسر= Meerbohne, Phaseolus.die kleine Erbse7 הפורקדן ist im Arabischen قرطمان nämlich lange, weisse Kurteman, = bittere Samenkörner zum Geflügelfutter., und Platterbse,8 Siehe Löw 172.weisse Bohne und Schmückbohne9 השעועית, rötliche Erbsen.sind nicht כלאים zu einander.10 Nämlich je eines der genannten Paare ist nicht כלאים zu der andern.
הַקִּשּׁוּת וְהַמְּלָפְפוֹן, אֵינָם כִּלְאַיִם זֶה בָזֶה. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כִּלְאָיִם. חֲזֶרֶת וַחֲזֶרֶת גַּלִּים, עֻלְשִׁין וְעֻלְשֵׁי שָׂדֶה, כְּרֵשִׁים וּכְרֵשֵׁי שָׂדֶה, כֻּסְבָּר וְכֻסְבַּר שָׂדֶה, חַרְדָּל וְחַרְדָּל מִצְרִי, וּדְלַעַת הַמִּצְרִי וְהָרְמוּצָה, וּפוֹל מִצְרִי וְהֶחָרוּב, אֵינָם כִּלְאַיִם זֶה בָזֶה: Die Gurken und die Zuckermelonen11 והמלפפין = μηλοπέπων , Apfel- oder Wassermelone, cucumis melo = süsse Melone. In der vorigen משנה wurden die Arten erwähnt, aus denen Mehl bereitet wird; jetzt Kräuter.sind nicht כלאים zu einander. R. Jehudah sagt: Sie seien כלאים. Lattich12 חזרת = Lactuca L. = Lattich, in Gärten erzogen, giebt einen wohlschmeckenden Salat.und Berglattich,13 Heisst auch Hundelattich, wächst auf Wiesen und Weiden, schmeckt bitter.Endivien14 Cichorinus Endivia L. Deren Blätter einen guten Salat geben.und wilde Endivien,15 Sie wachsen, ohne besonders gesäet zu werden.Lauch16 כרישא = Allium porrum L. = Lauch cf. Löw 226. Vom Schnittlauche und der Winterzwiebel werden die jungen Blätter, so wie vom Porree die jungen Stengel als Küchengewürz gebraucht. Vergleiche A. B. Frank, Botanik 415 8.und wilder Lauch,17 Waldlauch-Allium ursinum Lat. Bärenlauch oder Ramsch.Koriander18 Im Exodus 16,31 übersetzt תרגום ירושלמי das כבר זרע כוסבר = כזרע גד = Koriander. Gewürzpflanze. Coriandrum sativum L. Coriandersamen = Schwindelkörner, sind officinell.und wilder Koriander19 Der nicht bebaut wird, sondern wild wächst.Senf und ägyptischer Senf, ägyptischer Kürbis20 Der süss ist.und bitterer Kürbis,21 Der nur durch heisse Asche geniessbar zu machen ist.die ägyptische Bohne und Schote22 Eine Art Erbse, deren Fruchthülse dem חרוב = Johannisbrot gleicht, sie ist dünn und krumm.sind nicht כלאים zu einander.
הַלֶּפֶת וְהַנָּפוּץ, וְהַכְּרוּב וְהַתְּרוֹבְתוֹר, הַתְּרָדִים וְהַלְּעוּנִים, אֵינָם כִּלְאַיִם זֶה בָזֶה. הוֹסִיף רַבִּי עֲקִיבָא, הַשּׁוּם וְהַשּׁוּמָנִית, הַבָּצָל וְהַבְּצַלְצוּל, וְהַתֻּרְמוֹס וְהַפְּלַסְלוֹס, אֵינָן כִּלְאַיִם זֶה בָזֶה: Die Kohlrübe23 Im Syrischen לפתא = ליפטא = Rübe, Rübenkohl, Brassica Rapa L.und Steckrübe24 נפוץ oder נפוס = napus im Lateinischen = Steckrübe., Kohl25 כרוב ähnlich im Griechischen κράμβη = Kohl.u.wilder Kohl26 התרובתור = Kopfkohl ערוך.die Gartenmelde27 תרדים = Gartenmelde, auch Erdbeerspinat.u. wilder Spinat,28 הלעונין = atriplex = Spinat, der nicht in Gärten wächst.sind nicht כלאים zu einander. R. Akiba setzt hinzu: Knoblauch und wilder Knoblauch, die Zwiebel und wilde Zwiebel, Feigbohne29 Vitsbohne.und wilde Feigbohne30 הפלסלוס = Phaseolus vulgaris L. Hiervon eine Art, die sehr bitter ist.sind nicht כלאים zu einander.
וּבָאִילָן, הָאֲגָסִים וְהַקְּרֻסְתּוּמֵלִין, וְהַפְּרִישִׁים וְהָעֻזְרָדִים, אֵינָם כִּלְאַיִם זֶה בָזֶה. הַתַּפּוּחַ וְהַחַזְרָד, הַפַּרְסְקִים וְהַשְּׁקֵדִין, וְהַשִּׁזָּפִין וְהָרִימִין, אַף עַל פִּי שֶׁדּוֹמִין זֶה לָזֶה, כִּלְאַיִם זֶה בָזֶה: Von Bäumen sind die gewöhnliche Birne und kleine Birne,31 Entweder sind קרוסתמלין kleine Äpfel oder kleine Birnen auch Paradiesbirnen genannt.Quitten32 פרישין = Quitten cf. Löw 144.und Mispeln33 ועוזרדין Mispeln. Siehe Löw 288 — 289.nicht כלאים zu einander. Der Apfel und der Holzapfel, die Pfirsich und die Mandel, der Spierling34 שיזפין Nach Löw 285 = sorbus domestica = Spierling- oder Sperberbaum.und der Granatbaum,35 רמון = Granatbaum, Punica granatum. Löw 362.obgleich einander ähnlich, sind dennoch כלאים zu einander.
הַצְּנוֹן וְהַנָּפוּץ, הַחַרְדָּל וְהַלַּפְסָן, וּדְלַעַת יְוָנִית עִם הַמִּצְרִית וְהָרְמוּצָה, אַף עַל פִּי שֶׁדּוֹמִין זֶה לָזֶה, כִּלְאַיִם זֶה בָזֶה: Der Rettig und die Rübe,36 Ihr Aussehen ist zwar ähnlich, doch ist ihr Geschmack verschieden, darum sind sie כלאים zu einander.der Senf und Andornkraut,37 לפסן = Λαμψάνη = Eine entfernt mit Senf verwandte Pflanze. Löw 178.griechischer und egyptischer Kürbis, auch bitterer Kürbis, sind, obgleich einander ähnlich, dennoch כלאים zu einander.
הַזְּאֵב וְהַכֶּלֶב, כֶּלֶב הַכֻּפְרִי וְהַשּׁוּעָל, הָעִזִּים וְהַצְּבָאִים, הַיְּעֵלִים וְהָרְחֵלִים, הַסּוּס וְהַפֶּרֶד, הַפֶּרֶד וְהַחֲמוֹר, הַחֲמוֹר וְהֶעָרוֹד, אַף עַל פִּי שֶׁדּוֹמִין זֶה לָזֶה, כִּלְאַיִם זֶה בָזֶה: Der Wolf und der Hund, der Bauernhund38 הכופר Von כפר = Dorf, abgeleitet.und der Fuchs, Ziegen und Rehe, Gemsen und Schafe, Pferd und Maultier, Maultier und Esel, Esel und Waldesel, sind, obgleich einander ähnlich, doch כלאים zu einander.
אֵין מְבִיאִין אִילָן בְּאִילָן, יָרָק בְּיָרָק, וְלֹא אִילָן בְּיָרָק, וְלֹא יָרָק בְּאִילָן. רַבִּי יְהוּדָה מַתִּיר יָרָק בְּאִילָן: Man pfropfe nicht eine Art Bäume auf eine andere, Kraut auf Kraut, Baum auf Kraut, Kraut auf Baum.39 Allerdings ist die Meinung, dass nur das Pfropfen der Bäume und selbst in Nichtpalästina verboten ist, aber das Näherrücken derselben an einander ist erlaubt.R. Jehudah hält letzteres für erlaubt.
אֵין נוֹטְעִין יְרָקוֹת בְּתוֹךְ סַדָּן שֶׁל שִׁקְמָה. אֵין מַרְכִּיבִין פֵּיגָם עַל גַּבֵּי קִדָּה לְבָנָה, מִפְּנֵי שֶׁהוּא יָרָק בְּאִילָן. אֵין נוֹטְעִין יִחוּר שֶׁל תְּאֵנָה לְתוֹךְ הַחֲצוּב, שֶׁיְּהֵא מְקֵרוֹ. אֵין תּוֹחֲבִין זְמוֹרָה שֶׁל גֶּפֶן לְתוֹךְ הָאֲבַטִּיחַ, שֶׁתְּהֵא זוֹרֶקֶת מֵימֶיהָ לְתוֹכוֹ, מִפְּנֵי שֶׁהוּא אִילָן בְּיָרָק. אֵין נוֹתְנִין זֶרַע דְּלַעַת לְתוֹךְ הַחַלָּמִית, שֶׁתְּהֵא מְשַׁמַּרְתּוֹ, מִפְּנֵי שֶׁהוּא יָרָק בְּיָרָק: Man pflanze nicht Kräuter in einen Sikomorenstumpf. Man impfe nicht Raute40 פיגם, ruta graveolens, Garten- oder Weinraute, Löw 372. Das Kraut ist zum Gurgeln heilsam.in weisse Kassia41 קדה = Cassia, gegen Mundkrankheiten, Löw 340., weil es Kraut auf Baum ist. Man stecke nicht ein Pfropfreis vom Feigenbaum auf Himmelsschwaden42 חצוב = Himmelsschwade auch Gazellenfutter genannt. An Wegen wachsend, verhindert Grenzverrückung, da der Wurzelstock, senkrecht in die Erde gehend, schwer wieder auszurotten ist, Löw 186. Vielleicht ist חצוב = ranunculus ficaria L. = Gemeine Feigwurz an Wegen wachsend. — Josua soll mittelst dieser Pflanze die Grenzen Palästina’s festgestellt haben., damit er ihn kühle43 Damit der Feigenbaum den חצוב beschatte und Kühlung gewähre.. Man senke nicht eine Weinrebe in eine Melone, damit sie ihren Saft in jene werfe, weil es Baum in Kraut ist. Man tue nicht Kürbissamen in Malven44 חלמית = Amaltea officinalis = Malve, Löw 361., damit diese jenen in sich bewahre, weil es Kraut auf Kraut ist.
הַטּוֹמֵן לֶפֶת וּצְנוֹנוֹת תַּחַת הַגֶּפֶן, אִם הָיוּ מִקְצָת עָלָיו מְגֻלִּין, אֵינוֹ חוֹשֵׁשׁ לֹא מִשּׁוּם כִּלְאַיִם, וְלֹא מִשּׁוּם שְׁבִיעִית, וְלֹא מִשּׁוּם מַעַשְׂרוֹת, וְנִטָּלִים בְּשַׁבָּת. הַזּוֹרֵעַ חִטָּה וּשְׂעוֹרָה כְּאַחַת, הֲרֵי זֶה כִלְאָיִם. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אֵינוֹ כִּלְאַיִם, עַד שֶׁיְּהוּ שְׁנֵי חִטִּים וּשְׂעוֹרָה, אוֹ חִטָּה וּשְׁתֵּי שְׂעוֹרִים, אוֹ חִטָּה וּשְׂעוֹרָה וְכֻסָּמֶת: Wenn Jemand Rüben und Rettig unter den Weinstock verbirgt45 Blos dass sie unter der Erde verborgen sein sollen, aber nicht darin Wurzel schlagen., so braucht er, wenn ein Teil der Blätter aufgedeckt bleibt, kein Bedenken zu tragen: in Betreff der כלאים, auch nicht in Betreff der Frucht des siebenten Brachjahres46 Dass er כלאים, oder im Brachjahre gesäet.und nicht in Betreff der Zehnten47 Wenn er sie aus dem Orte, wo er sie verbarg, herauszieht., auch darf man sie am Sabbat herausnehmen48 Denn sie werden wie bereits herausgerissene angesehen und mittelst der biosgelegten Blätter fortgenommen. Dieses ist am Sabbat zu tun erlaubt. Siehe Bartenora.. Wenn man ein Weizen- und Gerstenkorn zugleich säet, so ist es כלאים. R. Jehudah sagt: Es ist nur dann כלאים, wenn es zwei Weizenkörner und ein Gerstenkorn, oder ein Weizenkorn und zwei Gerstenkörner, oder ein Weizen-, Gersten-und Dinkelkorn sind.